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Spezialsprechstunde für Menschen mit Angst- und Zwangsstörungen - Mitarbeiter:innen
Dr.in Carina Bichler, MSc, BSc
Klinische- und Sportpsychologin, Sportwissenschafterin und medizinische Trainingstherapeutin
E-Mail: carina.bichler@i-med.ac.at
OÄ Dr.in Ulrike Weber-Lau
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
E-Mail: ulrike.weber-lau@tirol-kliniken.at
Priv. Doz. Dr. Horst Mitmannsgruber
Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
E-Mail: horst.mitmansgruber@tirol-kliniken.at
Was ist eine Angststörung?
Eine Angststörung ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene unter anhaltenden, übermäßigen Ängsten leiden, die in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Situation stehen. Die Ängste können sich auf bestimmte Auslöser beziehen - wie soziale Situationen oder spezifische Objekte - oder als generalisierte, diffuse Sorgen auftreten und den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Was ist eine Zwangsstörung?
Bei einer Zwangsstörung werden Betroffene von wiederkehrenden, als unangenehm erlebten Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder dem Drang zu bestimmten Handlungen (Zwangshandlungen) beherrscht, die sie kaum kontrollieren können. Diese Muster dienen oft dazu, innere Anspannung oder Angst vorübergehend zu lindern, führen jedoch langfristig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität
Für wen ist dieses Angebot geeignet?
Unsere Spezialsprechstunde richtet sich an Menschen mit hartnäckigen und komplexen Angst‑ und/oder Zwangsstörungen, die ihr Leben deutlich einschränken und trotz mindestens sechsmonatiger psychotherapeutischer und/oder medikamentöser Behandlung weiterhin bestehen.
Unser Angebot zielt darauf ab, Angst‑ und Zwangssymptome nachhaltig zu reduzieren, Vermeidungsverhalten abzubauen, Ihr Vertrauen in den eigenen Umgang mit der Angst zu stärken und damit Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern.
Was bieten wir in dieser Spezialsprechstunde an?
Umfassende diagnostische Abklärung
Wir bieten 3-5 Termine, in denen wir Ihre aktuelle Situation und Symptomatik mit Fragebögen, Anamnese und therapeutischen Gesprächen systematisch erfassen. Dabei klären wir ab, um welches Angststörung oder Zwangsstörung es sich handelt (z.B. soziale Angststörung, Panikstörung, generalisierte Angststörung, spezifische Phobien, Zwangsstörung) und erfassen ggf. begleitende Störungen wie z.B. eine Depression, Schlafstörung, somatoforme Störungen. Besonderes Augenmerk liegt auf einer differenzierten diagnostischen Abgrenzung, um individuell passende Behandlungswege zu identifizieren.
Psychoedukation
In einem weiteren Schritt vermitteln wir Ihnen wissenschaftlich fundiertes Wissen zu den vorliegenden Störungsbildern, z.B.:
- Angst vs. Panik: Unterschiede im Erleben und typische körperliche Begleitsymptome (z. B. Herzrasen, Atemnot, Schwindel)
- Teufelskreis der Angst: der Aufschaukelungsprozess zwischen Gedanken und Gefühlen in Panikattacken
- Die (schädliche) Rolle von Vermeidungs‑ und Sicherheitsverhalten: Kämpfen gegen die Angst vs. Zulassen der Angst als hilfreiche Alternative
- Das Wechselspiel zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen in einer Zwangsstörung
- Intoleranz für Unsicherheit bei generalisierter Angst und Krankheitsangst
Dieses Verständnis schafft die Grundlage, Ihre Reaktionen besser einzuordnen und gezielt an Veränderungsschritten anzusetzen.
Kurzinterventionen & individuelle Behandlungsempfehlungen
Auf Basis der Diagnostik und Psychoedukation entwickeln wir mit Ihnen erste, alltagstaugliche Strategien, z. B.:
- Verhaltensexperimente zur schrittweisen Exposition gegenüber gefürchteten Situationen
- Achtsamkeits‑ und Entspannungsübungen zur Stressregulation
- Kognitive Techniken zur Umstrukturierung belastender Gedanken
Je nach Bedarf besprechen wir zudem medikamentöse Therapieoptionen und koordinieren die Weiterführung oder Anpassung Ihrer Psychopharmakotherapie.
Langfristige Versorgung & Vernetzung
Nach den Erstinterventionen unterstützen wir Sie bei der Vermittlung in geeignete weiterführende Psychotherapie oder fachärztliche Versorgung. Wir bieten begleitende Gruppentherapien an, in denen Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen, Strategien erlernen und Expositionsübungen in sicherem Rahmen vertiefen können (siehe unten).
Wie funktioniert die Anmeldung?
Ursula Hanti-Dornauer
E-Mail: lki.pl.med-psych-amb@tirol-kliniken.at
Was soll ich zum Ersttermin mitbringen?
- eine Zuweisung oder einen Befundbericht des:der Vorbehandler:in (z.B. zuweisender Facharzt:ärztin oder Fachpsycholog:in)
- Ihre e-card
- eine Liste Ihrer aktuellen Medikation
- weitere Befunde von Untersuchungen (z.B. MRT des Kopfes) falls vorhanden
Welche unserer Gruppentherapie Angebote sind für Menschen mit Angst/Zwangsstörungen geeignet?
Ambulante Gruppenpsychotherapie für Personen mit Panikstörung
Ambulante Entspannungsgruppe
Gruppe Therapeutisches Klettern
Unified Protocol Gruppe für Personen mit emotionalen Störungen