Spezialsprechstunde für Psychoonkologie - Mitarbeiter:innen
- Mag.a Nathalie Egeter
- Priv. Doz. Mag.a Dr.in Eva Gamper
- Sonja Gerstgrasser, Bsc., MSc.
- OÄ Dr.in Renate Groß
- Mag.a Nadin Haslwanter-Egger
- Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Holzner
- Simone Kinigadner, BSc., MSc.
- Dr.in Claudia Kohl
- Mag.a Dr.in Verena Meraner
- Priv. Doz. Mag.a Dr.in Anne Oberguggenberger
- Sarah Örley, BSc., MSc. (in Karenz)
- Mag. Dr. Stephan Pallua
- OÄ Dr.in Gudrun Rosenberger
- Mag.a Monika Sztankay, PhD
- Mag.a Elisabeth Wagner
Was ist Psychoonkologie?
Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit der psychischen, sozialen und emotionalen Begleitung von Menschen mit einer Krebserkrankung sowie ihrer An- und Zugehörigen. Unser Schwerpunkt liegt in der klinisch-psychologischen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Unterstützung und Behandlung der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen.
Eine Krebserkrankung kann in jeder Phase - von der Diagnosestellung über die Behandlung bis hin zur Nachsorge oder bei einem Fortschreiten der Erkrankung - mit unterschiedlichen Belastungen verbunden sein. Psychoonkologische und palliativpsychologische Unterstützung kann dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen und den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern. Auch psychische, familiäre, berufliche oder soziale Belastungen können im Rahmen der Behandlung thematisiert werden.
Unser Behandlungsangebot orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen. Je nach Situation umfasst sie einzelne Beratungs- oder Behandlungsgespräche oder eine längerfristige, engmaschige Behandlung.
Ziel unserer psychoonkologischen Behandlung ist es, das psychische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit zu stärken, den Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen und so zu einer bestmöglichen Lebensqualität beizutragen.
Für wen ist dieses Angebot geeignet?
Unser Angebot richtet sich an Menschen mit einer Krebserkrankung - unabhängig von der Art der Erkrankung, dem Krankheitsstadium oder der Behandlungsphase - die am Landeskrankenhaus Innsbruck behandelt werden. Psychoonkologische Unterstützung kann von der Diagnosestellung über die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge oder in einer palliativen Situation in Anspruch genommen werden.
Auch An- und Zugehörige können durch die Erkrankung eines nahestehenden Menschen erheblich belastet sein. Daher bieten wir bei Bedarf auch ihnen Beratung und Unterstützung an.
Eine psychoonkologische Begleitung kann insbesondere hilfreich sein, wenn Sie beispielsweise:
- sich durch die Diagnose oder Behandlung psychisch belastet fühlen,
- unter Ängsten, Niedergeschlagenheit oder starker Anspannung leiden,
- Schwierigkeiten haben, mit den Veränderungen durch die Erkrankung umzugehen,
- Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen oder im Umgang mit Angehörigen wünschen,
- Fragen zur Krankheitsbewältigung oder zur Rückkehr in den Alltag haben,
- als An- oder Zugehörige selbst Unterstützung benötigen.
Hier finden Sie Informationen zu unseren wissenschaftlichen Aktivitäten in diesem Forschungsschwerpunkt.
Wie funktioniert die Anmeldung?
Eine psychoonkologische Unterstützung kann von Betroffenen selbst angefragt oder von den Behandler:innen initiiert werden. Sie ist immer eingebunden in den onkologischen Gesamtbehandlungsplan und erfolgt in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzt:innen, dem Pflegepersonal, Sozialarbeiter:innen und anderen Behandlern. Diese Behandlung ist Teil unserer Tätigkeit im Rahmen des Konsiliar-
Neben einer Versorgung unserer Patient:innen im Rahmen ihres stationären Aufenthaltes bieten wir auch Termine an unserer Ambulanz an. Die Kosten für dieses Angebot werden ebenfalls von der Krankenkasse gedeckt.
Die telefonische Terminvereinbarung erfolgt unter
Carina Walch
Tel.: 050 504-23691
Montag - Freitag, 09:00 - 12:00 Uhr
E-Mail: lki.ps.cldienste@tirol-kliniken.at
Was sollte ich zum Ersttermin mitbringen?
e-Card und Vorbefunde.
Weitere Angebote der Psychoonkologie
- Palliativ-Konsiliardienst (PKD)
Mitarbeiter:innen
- OÄ Dr.in Gudrun Rosenberger
- Mag.a Elisabeth Wagner
Im Palliativ-Konsiliardienst (abgekürzt ‚PKD‘) richtet sich unser Angebot einer klinisch-psychologischen Unterstützung an Patient:innen in ihrer letzten Lebensphase sowie an deren An- und Zugehörige. Ziel ist es, die Lebensqualität für betroffene Menschen und deren Familien bestmöglich zu erhalten und sie in ihrer letzten Lebensphase individuell zu begleiten. Der Palliativ-Konsiliardienst im Krankenhaus besteht aus einem Team von Ärzt:innen, Pflegepersonen, Mitarbeiter:innen der Sozialarbeit und der Klinischen Psychologie/ Psychoonkologie. Wir bieten an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasste Beratung und Unterstützung in Zusammenarbeit mit dem Behandlerteam auf den Stationen und Ambulanzen und unterstützen auch bei der Organisation weiterführender Versorgung außerhalb des Krankenhauses. Hierbei sind wir eng mit der Tiroler Hospizgemeinschaft vernetzt. Mehr zum PKD finden Sie hier.
- Klinisch-psychologisches Gespräch im Rahmen der humangenetischen Testung auf erblichen Brust- und Eierstockkrebserkrankungen
Mitarbeiter:innen
- Mag.a Dr.in Verena Meraner
- Priv. Doz. Mag.a Dr.in Anne Oberguggenberger
- Mag.a Monika Sztankay, PhD
Unser Angebot richtet sich an Ratsuchende mit Wunsch nach bzw. vor Inanspruchnahme einer humangenetischen Beratung und Testung (unabhängig davon, ob sie selbst von einer Krebserkrankung betroffen sind). Das klinisch-psychologische Gespräch umfasst Informationen über mögliche psychische Belastungen im Rahmen einer genetischen Risikokonstellation, Unterstützung bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine mögliche Testung sowie bei der Kommunikation innerhalb der Familie und Hilfe bei der Bewältigung möglicher psychischer Belastungen.
- ZONE - Zentrum für onkologische Nachsorge für junge Erwachsene
Mitarbeiter:innen
- Mag.a Rita Gastl
- Wiebke Moser, BSc MSc MSc
Dank moderner medizinischer Fortschritte haben sich die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dennoch sind viele der Genesenen im weiteren Verlauf mit möglichen Langzeitfolgen konfrontiert, die teilweise erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Behandlung auftreten können. Um diese Spätfolgen frühzeitig zu erkennen und bestmöglich zu behandeln, ist eine strukturierte und individuell abgestimmte Nachsorge von großer Bedeutung. Sie stellt zugleich einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Gesundheitsvorsorge dar. Wir betreuen unsere Patientinnen und Patienten in einem interdisziplinären Team, das eine umfassende und bedarfsgerechte Versorgung sicherstellt.
Neben körperlichen können auch psychosoziale Langzeitfolgen auftreten. Die Erkrankung und ihre Behandlung bedeuten oft einen tiefgreifenden Einschnitt im Leben, dessen Auswirkungen auch lange nach Abschluss der Therapie spürbar sein können. Unsere klinisch-psychologische Betreuung umfasst - je nach individuellem Bedarf - Beratung, Diagnostik und Behandlung. Ziel ist es, Belastungen zu reduzieren, die körperliche und psychische Gesundheit zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Mehr zu ZONE finden Sie hier.