Spezialsprechstunde für funktionelle neurologische Störungen (FNS) - Mitarbeiter:innen
- Dr. Robert Barket
- Alexa Blum, MMSc
- Dr.in Christina Kirchhoff
- Anna Sagcan, MSc BA
Was sind funktionelle Körperbeschwerden?
Funktionelle neurologische Störungen sind Erkrankungen, bei denen neurologische Symptome auftreten, ohne dass eine strukturelle Schädigung des Nervensystems als alleinige Ursache nachweisbar ist. Die Beschwerden sind real, oft sehr belastend und können zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen.
- Lähmungen oder Schwäche in Armen oder Beinen
- Bewegungsstörungen (z. B. Zittern, unkontrollierte Bewegungen)
- Gangstörungen
- Sensibilitätsstörungen (z. B. Taubheit, Kribbeln)
- Anfälle (funktionelle nicht-epileptische Anfälle)
- Sprach- oder Sehstörungen
- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
Wie kann ich mir selber helfen?
- Die Beschwerden ernst nehmen - sie sind real, auch wenn keine klare körperliche Ursache gefunden wurde
- Einen möglichst regelmäßigen Tagesablauf einhalten (z. B. feste Schlafenszeiten, Pausen)
- Überforderung und Stress reduzieren sowie eigene Belastungsgrenzen wahrnehmen
- Aufmerksamkeit gezielt lenken (z. B. durch Ablenkung, Fokuswechsel, Achtsamkeit)
- Ein besseres Verständnis für die Beschwerden entwickeln (z. B. durch Gespräche oder Informationen)
- Unterstützende Strategien im Umgang mit den Beschwerden ausprobieren (z. B. Atemübungen, Entspannung)
- Soziale Unterstützung im persönlichen Umfeld nutzen
- Bei anhaltenden Beschwerden psychologische / psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen
Für wen ist das Angebot geeignet?
- mit neurologischen Symptomen ohne eindeutigen organischen Befund,
- bei denen bereits umfangreiche medizinische Abklärungen erfolgt sind,
- deren Beschwerden im Alltag deutlich beeinträchtigen,
- bei denen ein Zusammenspiel körperlicher und psychischer Faktoren vermutet wird,
- die eine fundierte diagnostische Einordnung und ein verständliches Erklärungsmodell wünschen,
- oder die Unterstützung bei der weiteren Behandlungsplanung benötigen.
Was bieten wir an?
- Psychosomatische Diagnostik
Wir führen eine umfassende diagnostische Abklärung durch, die sich an aktuellen Klassifikationssystemen (DSM-5, ICD-11) orientiert und sowohl neurologische als auch psychosomatische Aspekte berücksichtigt. - Explorationsgespräche (3-5 Termine)
In mehreren Gesprächen erarbeiten wir gemeinsam ein individuelles Krankheits- und Erklärungsmodell. Dabei betrachten wir auslösende und aufrechterhaltende Faktoren sowie den Umgang mit den Beschwerden. - Vernetzung im multimodalen Setting
Wir arbeiten eng mit Neurolog:innen, Hausärzt:innen und Therapeut:innen zusammen, um eine abgestimmte Behandlung zu ermöglichen und Über- oder Unterdiagnostik zu vermeiden.
Wie funktioniert die Anmeldung?
Was sollte ich zum Ersttermin mitbringen?
Bitte bringen Sie zum Ersttermin relevante medizinische Vorbefunde (insbesondere neurologische Abklärungen), psychologisch-psychotherapeutische Unterlagen (falls vorhanden) sowie eine aktuelle Medikamentenliste mit. Hilfreich ist außerdem eine kurze Übersicht Ihrer wichtigsten Beschwerden und Fragestellungen.